Feliz ano nuevo!!!

Hallo ihr Lieben.

Jetzt sitze ich gerade im Bus nach Washington und habe doch tatsächlich W-lan, sodass ich die Zeit doch gerne nutze, euch ENDLICH mal wieder zu schreiben. Zunächst einmal möchte ich euch allen wirklich DANKE sagen.

DANKE für die wunder- wunder- wunderbare Weihnachtspost, all die Weihnachtspakete, all die wunderbaren Grüße. Ich habe mich wirklich SO über jeden einzelnen kleinen Brief gefreut und das hat mein Weihnachtsfest wirklich um so vieles schöner gemacht. Mein ganzes Zimmer hängt nun voll mit Bildern ( von meinen süen Kindergartenmäusen ), Briefen, Postkarten, neuen Kalendern usw. Wunderbar wirklich! DANKE DANKE DANKE.

Ich möchte jetzt die Chance nutzen, euch ein wenig von meinem Weihnachtsfest und meinen ersten Wochen im neuen Jahr zu berichten. Ich hatte im Jahr 2014 ein super schönes und ganz anderes Weihnachtsfest als die Jahre davor. Zunächst einmal hatten wir am 24.12.abernds im Zentrum die letzzte große Posoda Feier. Ich war dieses Mal dafür verantwortlich alles für die Feier vorzubereiten, dementsprechend hatte ich einige Tage vor Weihnachten einiges zu tun. 4 mexikanische Frauen haben mir geholfen das Essen zu organisieren und dadurch hab ich am 24.12. auch meine ersten mexikanischen Rezepte bekommen. Um 18 Uhr haben wir uns dann mit allen zusammen auf dem Parkplatz des Zentrums getroffen. Ich erinnere mich jetzt garnicht mehr, ob ich schon eine kurze Beschreibung davon, was Posadas sind gemacht habe. Hier nur ganz kurz. Posada ist eine mexianische Tradition die in den 9 Tagen vor Weihnachten gefeiert wird. Dabei trifft man sich jeden Abend in einem anderen Haus, macht eine kurze Prozession mit Kerzen, Gesänge und einer tragbaren Krippe durch die jeweilige Nachbarschaft und hat dann eine kurze Zeit des gemeinsamen Gebetes. Danach wird zusammen gegessen. Es ist wirklich eine unfassbar schöne Tradition, weil sie so viele so unterschiedliche Menschen so kurz vor Weihnachten zusammen führt, um sich bewusst zu machen, was wir in diesem Moment eigentlich feiern. Mich hat es besonders berührt, wie die Familien wirklich auch einen Blick für die Menschen hatten, die eben keine Familie haben, oder die krank sind, es sind wirklich an diesen Abendend teilweise bis zu 250 Menschen, Amerikaner und Mexikaner, Alte und Junge, Familien und Alleinstehende zusammen gekommen. Das war eine große Freude. Jedenfalls hat die letzte Posada im Zentrum stattgefunden. Normalerweise in den Jahren zuvor wurde die Posada immer früher gefeiert, damit man abends noch die Möglichkeit hat, mit seiner Familie zu feiern. Aber in diese Jahr haben wir uns ganz bewusst dazu entschieden, erst um 18 Uhr anzufangen, damit eben die Menschen die keine Familie haben, nicht alleine zu Hause sein müssen an diesem Abend. Ich hatte zunächst die Befürchtung, dass vlt nicht ganz so viele Leute kommen werden. Aber das war absolut unbegründet. Wir haben zusammen mit 80 Leuten Weihnachten gefeiert. Zunächst mit Liedern, singend, dann betend und dann beim gemeinsamen Essen. Der Abend war ein voller Erfolg und ich hab mich einfach so gefreut. Ich habe wirklich die Freude der Anderen dabei so genossen und hatte selbst auch eine ganz große Freude in meinem Herzen. Was mich besonders berührt hat waren die vielen kleinen Geschenke, die mir Menschen an diesem Abend gemacht haben. Ich habe wirklich in keinster Weise darüber nachgedacht, dass ich evtl noch etwas geschenkt bekomme und ich bin nachher mit 2 grossen Tüten nach Hause gefahren und die Geste dabei hat mich einfach auch so berührt. Wenn man von allem genug hat und sich keine Sorgen um Geld machen muss, ist es einfach, anderen etwas zu geben, aber diese Menschen, die selbst wirklich oft nicht genug zum Leben haben, haben mir kleine Geschenke gemacht. -von dieser großherzigkeit kann ich auf jeden Fall noch einiges lernen. Am 25.12.habe ich dann zusammen mit meiner Gastfamilien gefeiert. Wir haben den Tag bei deren Tochter verbracht, die schon 4 eigene kleine Kinder hat und haben mit den neuen Geschenken gespielt, gegessen, gelacht, Wein getrunken, was man Weihnachten halt so macht .

Santa Claus war in diesem Jahr ja auch ganz hipp, da muss ich aber sagen, gefällt mir meine Kindheitsversion von dem Christkind das die Geschenke bringt besser.

AM 26.12.hatten wir dann noch eine andere Aktion, die ich ins Leben gerufen habe. Ein Frühstück für die Männer, die jeden morgen auf einem Parkplatz darauf warten , Arbeit für den Tag zu bekommen. Es hat mich vorher so berührt, wenn die Männer, die teilweise ihre Familien seid Jahren nicht gesehen haben, mir erzählt haben, dass sie nie ein Weihnachtsgeschenk bekommen, oder jemand etwas extra für sie organisiert. Ich hab dann zusammen mit einer Freundin hier kleine Weihnachtspakete für jeden vorbereitet und wir haben alle Männer eingeladen, zu einem Weihnachtsfrühstück am 26.12.ins Zentrum. Dabei hat Lena Grünewald mal wieder ihr ABSOLUTES Organisationstalent bewiesen. Ich hab so gedacht, ja vlt kommen so 20 Männer. Wir hatten also so ungefähr 25 Pakete gepackt und für 25 Leute Frühstück. Ende vom Lied war, dass 46 Männer gekommen sind. Ich hbin also in der Zeit, in der die Männer gefrühstückt haben mit dem Mustang meiner Gastmutter zum Walmart gedüst, um noch fehlende Geschenke und essen zu besorgen. Ich hab mich wirklich gefühlt wie in nem Actionmovie in dem du in dieser ZEit all das schaffen MUSST, weil sonst ist es zu spät und ich HASSE Waltmart weil dieser Laden einfach viel zu grpß ist. Naja dementsprechend hab ich jetzt nicht ganz so viel von dem Frühstück mitbekommen, durfte aber dafür die Gesichter der Männer sehen, als wir ihnen die kleinen Geschenkboxen überreicht haben... dfür diesen Moment hätte ich noch 20 Marathonläufe durch Walmart gemacht. Die Gesichter der Mäner waren Gold wert und ich hab mich einfach mit gefreut .

Abends sind dann noch zwei Freundinnen von mir gekommen. Auch darüber habe ich mich super gefreut. Es war ganz toll für mich, nach 6 Monaten USA. Wir haben dann den Rest der Weihnachtsferien einfach zusammen verbracht, haben verschiedene Städte besichtigt, viel geredet, Silvester zusammen im Irish Pub gefeiert und hatten eine wirklich schöne Zeit. Als die beiden dann am 4.1.wieder zurück geflogen bin, war mein Herz auch ein bisschen traurig, weil ich die Zeit sehr genossen habe. Da das dann auch die ersten Ferien waren, die ich so richtig gehabt habe, ist mir das wieder reinkommen ins Arbeiten auch erst ein bisschen schwer gefallen. ABER jetzt mittlerweile ist der Alltag wieder da und ich bin wieder ganz und gar glücklich in dem, was ich hier machen darf. Mit derm neuen französischen Ehepaar das vor einigen Monaten hier angekommen ist um uns zu helfen klappt es auch sehr gut. Wir ergänzen uns gegenseitig sehr gut und können uns mit unseren Ideen im Team bereichern. Letzten Samstag haben wir eine große Wanderung mit 20 Kindern gemacht. Ich wollte schon lange mal so etwas gemacht haben, da viele der mexikanischen Familien nicht sehr viel in der Natur unternehmen. Aber mein Problem war erstens, dass ich nur mein kleines rotes Missionsauto habe, in das nur 4 Kinder reinpassen und außerdem hatte ich ein bisschen die Sorge, dass wir uns alle verlaufen werden, da ja jeder weiß, dass mein Orientierungssinn nicht der allerbeste ist. PERFEKT, dass jetzt die französische Familie da ist. Die FAmilie hat nicht nur ein großes FAmilienauto, sondern auch einen hervorragenden Orienteirungssinn, sodass ich mich einfach um die gute STimmung bei den Kids und die richtigen Wanderlieder und das richtige Picknick kümmern musste. Es war super schön. Wir sind 2 Stunden gewandert und hatten geniales Wetter. Also, wie ihr hört das Jahr 2014 hat gut abgeschlossen und das Jahr 2015 beginnt genauso gut.

Jetzt gerade bin ich ja, wie schon erwähnt auf dem Weg nach Washington. Dort findet morgen der große Marsch für das Leben und gegen Abtreibung statt. Die Kirchengemeinde die das Zentrum mitfinanziert hat mir diesen Trip zu Weihnachten geschenkt. Auch ganz süß die kleinen Opis die für die Finanzen in der Kirche zuständig sind haben mir den Umschlag dafür ganz stolz überreicht und ich war einfach gerührt von so viel großherzigkeit. Naja, jedenfalls haben meine Gasteltern noch einen Teil beigestuert sodass wir jetzt bis Samstagabend in Wahsington sind und auch noch Zeit haben, die STadt zu besichtigen usw.

Also, wie ihr merkt, ich hab wirklich großes Glück hier und werde wie immer sehr viel reicher beschenkt, als das ich verschenken kann.

Ich wünsche euch und euren Familien für das Jahr 2015 alles Gute und Gottes Segen für euch und alle eure Lieben. Passt gut auf euch auf und ich freue mich IMMER von jedem von euch zu hören. DANKE für all die Liebe und Unterstützung in 2014. Jetzt höre ich auch auf, sonst wirds zu emotional .

MAcht es gut, eure Lena.

Für einige Fotos von unserem letzten Fest im Zentrum, dem Dreikönigsfest könnt ihr hier klicken und dann mehr sehen:

https://picasaweb.google.com/lh/sredir?uname=116343352911924863190&target=ALBUM&id=6100558307847694705&authkey=Gv1sRgCJ7uic_D9rmx3wE&invite=CIH5v9UL&feat=email

PS: Entschuldigt die Rechtschreibfehler, der Bus ist doch etwas huckelig und mit meiner kleinen Ipadtastatur stellte sich das Schreiben doch als schwieriger heraus als ich dachte...

25.1.15 15:09

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