Dice otra vez, por favor :).

Ihr Lieben. Es ist mal wieder Zeit, dass ich euch ein wenig auf den neuesten Stand bringe, was das Leben hier im schoenen Amerika angeht. Die letzten zwei Wochen warn sehr spannend und es ist wirklich jeder Tag neu aufregend und neu schoen. Ich hab hier eine so wunderbare Zeit, dass ich oft garnicht weiss, wo ich anfangen und aufhoeren soll zu erzaehlen.

Es ist schon ein ziemlicher Alltag eingekehrt hier und ich hab meine feste Wochenroutine entwickelt. Was mir immer besser gelingt, ist tatsaechlich spanisch zu sprechen. Es macht mir sogar, entgegen aller Vorstellungen, sehr, sehr viel Freude. Ich uebe ganz fleissig jeden Tag ein bisschen und ab naechster Woche bekomme ich dann noch Teachings. Damit ich nicht nur sprechen, sondern auch gut und richtig sprechen kann. Der Titel des heutigen Blogs, ist zur Zeit mein absoluter Lieblingssatz auf Spanisch. Ungefaher alle 2 Minuten verstehe ich irgendwas nicht und deshalb muss ich sehr haeufig antworten : Dice otra vez, por favor. Was so viel heisst wie, bitte wiederhole den Satz noch einmal. J

Ansonsten hat vor zwei Wochen die Arbeit mit den Kindern angefangen. Es sind zur Zeit 20 Kinder, die jeden Samstag fuer 2 Stunden zu uns kommen. Was mich beim ersten Mal besonders beruehrt hat, war die Tatsache, dass der einfache Austausch der Kinder untereinander so wunderbar geklappt hat. Es sind fast ausschliesslich Kinder aus sehr armen Verhaeltnissen, die teilnehmen und sie haben es teilweise sehr schwer, weil viele amerikanische Kinder einfach einen anderen Standard leben. Umso schoener war wirklich fuer mich, einfach zu beobachten, wie sich die Kinder nach anfaenglicher Schuechternheit, weil sich die wenigsten untereinander kannten, angenaehert haben. Und am besten war die Tatsache, dass ungefaehr die Haelfte der Kinder am Anfang keine Lust hatte, dabei zu sein, und am Ende haben mich alle gebeten, dass ich sie am naechsten Samstag wieder abhole. Das war wirklich eine grosse Freude fuer mich. Was mir fuer die Kinderaktivitiaeten noch fehlt, ist eine Person, die mich unterstuetzt. Ein Problem der Mexikaner ist, dass sie zwar unheimlich offen und hilfsbereit sind, aber leider nicht so besonders zuverlaessig sind. Obwohl fast 6000 Mexikaner woechentlich in die Messe neben unserem Zentrum gehen, findet sich leider bisher keiner, der sich wirklich bereit erklaert, verbindlich zu helfen, jeden Samstag. Aber auch das wird sich schon noch irgendwie fuegen, da bin ich mir sicher. Zur Not muss ich halt mit meinem gebrochenen Spanisch noch mal eine Ansage waehrend der Gottesdienste machen und um Hilfe bitten.

Letzte Woche Samstag haben wir eine grosse Aufraeumaktion gehabt. Da wir erst vor ungefaehr 8 Monaten hier eingezogen sind, und in der letzten Zeit sehr viel andere zu tun hatten, war das Zentrum nicht so wirklich aufgeraumt und vor allem einladend. Wir haben uns also alle am Samstag getroffen und haben mit 20 Leuten das Zentrum auf Vordermann gebracht. Es wurden Waende gestrichen, geputzt, der Garten hergerichtet usw. Und ist wirklich soo so schoen geworden. Ich bin jedes Mal noch ganz geruehrt, wenn ich ins Zentrum komme und die grossen Veraenderungen ansehe, weil es wirklich so viel ausmacht. Und die Leute die geholfen haben warn so stolz. Sie sehen das Zentrum hier wirklich als 2. Zu Hause und hatten ihre grosse Freude an der Veranderung J.

Am Montag ist dann eine Freundin von mir aus Deutschland hier angekommen. Eva besucht mich hier fuer 10 Tage und es ist toll. Ich geniesse es, einfach zwischendurch mal ein bisschen Deutsch zu sprechen und vor allem finde ich es so schoen, einfach zeigen zu koennen, was e shier vor Ort alles gibt und was wir alles machen und so verstaendlich zu machen, warum es mir so gut gefaellt. Wir hatten schon einige schoene Tage hier, wobei Eva relative viel mitarbeiten musste, sich aber ganz tapfer geschlagen hat. So gut, dass meine Gastmutter sogar schon vorgeschlagen hat, dass sie ja einfach auch hier bleiben kann. Eine andere Sache die ich sehr genossen habe, ist es die verwirrten Gesichter der mexikanischen Damen zu sehen, wenn ich angefangen habe, mit Eva deutsch zu sprechen. Die Frauen haben mir naemlich immer gesagt, sie verstehen garnicht, warum ich sie so verdutzt ansehe, wenn sie spanisch sprechen, das ist doch alles so einfach. Als ich dann angefangen habe deutsch zu sprechen hatten sie ungefaehr den gleichen Gesichtsausdruck, wie ich und ich hab mich sehr koestlich darueber amuesiert.

Morgen machen wir fuer 4 Tage Urlaub mit meinen Gasteltern in Savannah. Das wird wunderbar. Wir werden einfach ein bisschen am Strand sein, und die Stadt anschauen und ausspannen.

Und dann gehts hier weiter, mit voller Kraft vorraus. Ich hoffe euch geht es auch gut, im, wie ich gehoert habe sehr kalten Deutschland.

Ganz besonders liebe Gruesse und eine ganz feste Umarmung  moechte ich heute an meine lieben, lieben, lieben Kinder aus dem Maxkindergarten senden, die heute ihren ERSTEN SCHULTAG gehabt haben. Ich hab gaaaaanz viel an euch gedacht heute und waere gerne in Duesseldorf gewesen, um euch vom Fester des Kindergartens zuzuwinken.

Aber auch an alle anderen liebe Gruesse und bis bald. Eure Lena J

21.8.14 23:57

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