Frohe Ostern - Feliz dia de Pascua :)

Hallo ihr Lieben.

 

Nach langer, langer, langer Zeit ist es mal wieder dringend noetig, dass ich euch auf den neuesten Stand bringe. Ich hoffe es geht euch allen gut und ihr habt ein schoenes Osterfest gehabt. Mir geht es fantastisch. Ich hatte ein wunderbares Osterfest in dem Garten einer mexikanischen Familien mit traditionell amerikanischer Eiersuche und mexikanischem Barbecue und deutschem Salat und franzoesischen Kuchen. Es war also alles dabei und eine bunt gemischte, sehr froehliche und ausgelassene Feier. 

Hier ein paar Fotos:

 https://picasaweb.google.com/lh/sredir?uname=116343352911924863190&target=ALBUM&id=6135022335354819265&authkey=Gv1sRgCIPah9KfoOGFAw&invite=CPLmiMAO&feat=email

 

Es war wirklich schoen. Ich liebe die Feste hier, weil sie gepraegt sind von einer Einfachheit und Unkompliziertheit und das macht das Ganze zu etwas sehr besonderem.

Ostern war ansonsten hier nicht ganz so intensiv, wie ich es gewohnt bin, da ich zwischendurch immer wieder auch arbeiten musste und da die Liturgie der Messen hier doch auch ein wenig anders ist, als bei uns. Aber sehr schoen war die Osternachtsmesse am Samstagabend. wir sind mit einigen Jugendlichen dorthin geganen und es wurden Erwachsene getauft und gefirmt und das war sehr schoen eingebettet in die Liturgie. Die Messe hat dementsprechend auch nur 4 Stunden gedauert aber der Priester hat zwischendurch immer wieder den einen oder anderen Witz gemacht, um sicherzugehen das auch keiner einschlaeft und alle schoen bei der Sache sind .

Ansonsten ist es ja mittlerweile schon April und die Zeit meines Abschiedes rueckt naeher und naeher. Das ist ein bisschen schwierig fuer mich und etwas, das mich gerade sehr begleitet. Zu Beginn diesen Jahres habe ich sehr stark abgewaegt, ob es vielleicht moeglich ist, dass ich nicht nur 1 Jahr hier bleibe, sondern meine Zeit noch etwas verlaengere und evtl ein zweites Jahr anhaenge. Ich habe zwischenzeitlich sogar eher dazu tendiert, als nach Deutschland zurueckzukehren. Allerdings haben sich in den letzten Wochen im Zentrum sehr, sehr viele Dinge veraendert und die Zukunft und wie es weitergeht ist momentan sehr ungewiss. Es gibt viele Ideen und Vorschlaege aber es wird auf jeden Fall eine starke Veraenderung geben und auch die gesamte Traegerschaft wird voraussichtlich wechseln und somit natuerlich auch die Spiritualitaet. Durch diese ganzen Informationen und Neuigkeiten ist meine Entscheidung natuerlich nochmal in ein ganz anderes Licht gerueckt. So habe ich mich nach langem Abwaegen und vielen Gespraechen mit meinen "Vorgesetzten" schweren Herzens entschieden, dass es fuer mich gerade nicht dran ist, meine Zeit hier noch zu verlaengern. Und mittlerweile kann ich mich mit dem Gedanken auch ganz gut anfreunden und habe auch Frieden im Herzen mit der Vorstellung. Und ich freue mich natuerlich auch darauf, euch alle wiederzusehen .

Aber das heisst auch, dass es jetzt hier nur noch 2 1/2 Monate sind, die mir bleiben und die Zeit rennt einfach davon. Es gibt jeden Tag so viel zu tun und so viel zu erleben und dabei geht es einfach zu schnell um. Aber ich versuche jeden Tag und jeden Augenblick zu geniessen und mich an dem zu erfeuen, was ich hier alles erleben durfte und dieses Geschenk wirklich auch dankbar wahrzunehmen.

Ansonsten waren die letzten Monate gepraegt von vielen organisatorischen Dingen, die zu erledigen waren. Wir haben im Zentrum viel an neuen Ideen gearbeitet und altes reflektiert. Die andere Missionarsfamilie hat ausserdem vor etwa 3 Wochen ein kleines Maedchen als Familienzuwachs bekommen. Dementsprechend sind in den ersten Wochen viele Dinge liegen geblieben oder ich habe versucht einiges mit aufzuarbeiten, sodass es wie immer viel zu tun gibt.

Zwischenzeitlich sind im Februar ja auch noch meine Geschwister zu Besuch gewesen. Wir haben dann mal einmal so richtig fuer alle zusammen ein typisch deutsches Essen zubereitet. Es gab Kartoffelpueree, Hackbraten und Rotkohl und zum  Nachtisch kalte Schnauze mit Vanilleeis. Das hat allen ganz gut geschmeckt, wobei die mexikaner jetzt insgesamt etwas mehr Schaerfe praeferieren wuerden .

Am letzten Donnerstag habe ich noch etwas sehr schoenes und intensives zusammen mit allen Voluntaeren vom Zentrum erlebt, von dem ich euch gern abschliessend noch berichten moechte. Wir haben im Vorfeld geplant am Gruendonnerstag ein gemeinsames Gebet mit allen Helfern vom Zentrum zu organisieren und danach gemeinsam zu essen. Kurz vorher haben wir beschlossen, eine gemeinsame Fusswaschung durchzufuehren ( entsprechend der Tradition das Jesus seinen Juengern beim letzten Abendmahl die Fuesse gewaschen hat und dabei die Wichtigkeit des Dienens hervorgehoben hat ), um die Gemeinschaft , die Wuerde des Einzelnen und das Vertrauen und das gegenseitige Dienen in unserer Gemeinschaft zu staerken. Und das war SO STARK!! wir haben dazu in unserer Kapelle im Kreis gesessen und einer hat angefangen, dem anderen die Fuesse zu waschen. Danach hat der andere seinem Nachbarn die Fuesse gewaschen. So hat jeder seine Fuesse gewaschen bekommen und jeder hat einem anderen die Fuesse gewaschen. Ich war am Anfang nicht so begeistert von der Idee, aber es war grossartig. Grossartig, grossartig, grossartig. so viele waren in dem moment zu Traenen geruehrt und die Geste war stark. Ein Mann hat danach gesagt: Wenn du noch nie jemandem die Fuesse gewaschen hast, dann verstehst du nicht, was diese Geste bedeutet. und das ist wirklich wahr. Das ist ein echter Moment der Hingabe und eine Geste totales Vertrauens. Man konnte die Veraenderung danach wirklich spueren und die Gemeinschaft wurde defintiv auf ganz andere Art und Weise gestaerkt und gefoerdert.

 So meine Lieben. Das war es von mir. Ein letztes Mal werde ich euch bestimmt noch schreiben, bevor ich dann wieder zurueck bin in Deutschland und euch persoenlich wiedersehe, worauf ich mich freue .

Passt auf euch auf, bleibt in der Osterfreude und macht es gut. 

Bis ganz bald. Alles Liebe.

Lena.

7.4.15 19:42, kommentieren

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Frohe Ostern - Feliz Dia de Pascua

Hallo ihr Lieben.

 

Nach langer, langer, langer Zeit ist es mal wieder dringend noetig, dass ich euch auf den neuesten Stand bringe. Ich hoffe es geht euch allen gut und ihr habt ein schoenes Osterfest gehabt. Mir geht es fantastisch. Ich hatte ein wunderbares Osterfest in dem Garten einer mexikanischen Familien mit traditionell amerikanischer Eiersuche und mexikanischem Barbecue und deutschem Salat und franzoesischen Kuchen. Es war also alles dabei und eine bunt gemischte, sehr froehliche und ausgelassene Feier. 

Hier ein paar Fotos:

 https://picasaweb.google.com/lh/sredir?uname=116343352911924863190&target=ALBUM&id=6135022335354819265&authkey=Gv1sRgCIPah9KfoOGFAw&invite=CPLmiMAO&feat=email

 

Es war wirklich schoen. Ich liebe die Feste hier, weil sie gepraegt sind von einer Einfachheit und Unkompliziertheit und das macht das Ganze zu etwas sehr besonderem.

Ostern war ansonsten hier nicht ganz so intensiv, wie ich es gewohnt bin, da ich zwischendurch immer wieder auch arbeiten musste und da die Liturgie der Messen hier doch auch ein wenig anders ist, als bei uns. Aber sehr schoen war die Osternachtsmesse am Samstagabend. wir sind mit einigen Jugendlichen dorthin geganen und es wurden Erwachsene getauft und gefirmt und das war sehr schoen eingebettet in die Liturgie. Die Messe hat dementsprechend auch nur 4 Stunden gedauert aber der Priester hat zwischendurch immer wieder den einen oder anderen Witz gemacht, um sicherzugehen das auch keiner einschlaeft und alle schoen bei der Sache sind .

Ansonsten ist es ja mittlerweile schon April und die Zeit meines Abschiedes rueckt naeher und naeher. Das ist ein bisschen schwierig fuer mich und etwas, das mich gerade sehr begleitet. Zu Beginn diesen Jahres habe ich sehr stark abgewaegt, ob es vielleicht moeglich ist, dass ich nicht nur 1 Jahr hier bleibe, sondern meine Zeit noch etwas verlaengere und evtl ein zweites Jahr anhaenge. Ich habe zwischenzeitlich sogar eher dazu tendiert, als nach Deutschland zurueckzukehren. Allerdings haben sich in den letzten Wochen im Zentrum sehr, sehr viele Dinge veraendert und die Zukunft und wie es weitergeht ist momentan sehr ungewiss. Es gibt viele Ideen und Vorschlaege aber es wird auf jeden Fall eine starke Veraenderung geben und auch die gesamte Traegerschaft wird voraussichtlich wechseln und somit natuerlich auch die Spiritualitaet. Durch diese ganzen Informationen und Neuigkeiten ist meine Entscheidung natuerlich nochmal in ein ganz anderes Licht gerueckt. So habe ich mich nach langem Abwaegen und vielen Gespraechen mit meinen "Vorgesetzten" schweren Herzens entschieden, dass es fuer mich gerade nicht dran ist, meine Zeit hier noch zu verlaengern. Und mittlerweile kann ich mich mit dem Gedanken auch ganz gut anfreunden und habe auch Frieden im Herzen mit der Vorstellung. Und ich freue mich natuerlich auch darauf, euch alle wiederzusehen .

Aber das heisst auch, dass es jetzt hier nur noch 2 1/2 Monate sind, die mir bleiben und die Zeit rennt einfach davon. Es gibt jeden Tag so viel zu tun und so viel zu erleben und dabei geht es einfach zu schnell um. Aber ich versuche jeden Tag und jeden Augenblick zu geniessen und mich an dem zu erfeuen, was ich hier alles erleben durfte und dieses Geschenk wirklich auch dankbar wahrzunehmen.

Ansonsten waren die letzten Monate gepraegt von vielen organisatorischen Dingen, die zu erledigen waren. Wir haben im Zentrum viel an neuen Ideen gearbeitet und altes reflektiert. Die andere Missionarsfamilie hat ausserdem vor etwa 3 Wochen ein kleines Maedchen als Familienzuwachs bekommen. Dementsprechend sind in den ersten Wochen viele Dinge liegen geblieben oder ich habe versucht einiges mit aufzuarbeiten, sodass es wie immer viel zu tun gibt.

Zwischenzeitlich sind im Februar ja auch noch meine Geschwister zu Besuch gewesen. Wir haben dann mal einmal so richtig fuer alle zusammen ein typisch deutsches Essen zubereitet. Es gab Kartoffelpueree, Hackbraten und Rotkohl und zum  Nachtisch kalte Schnauze mit Vanilleeis. Das hat allen ganz gut geschmeckt, wobei die mexikaner jetzt insgesamt etwas mehr Schaerfe praeferieren wuerden .

Am letzten Donnerstag habe ich noch etwas sehr schoenes und intensives zusammen mit allen Voluntaeren vom Zentrum erlebt, von dem ich euch gern abschliessend noch berichten moechte. Wir haben im Vorfeld geplant am Gruendonnerstag ein gemeinsames Gebet mit allen Helfern vom Zentrum zu organisieren und danach gemeinsam zu essen. Kurz vorher haben wir beschlossen, eine gemeinsame Fusswaschung durchzufuehren ( entsprechend der Tradition das Jesus seinen Juengern beim letzten Abendmahl die Fuesse gewaschen hat und dabei die Wichtigkeit des Dienens hervorgehoben hat ), um die Gemeinschaft , die Wuerde des Einzelnen und das Vertrauen und das gegenseitige Dienen in unserer Gemeinschaft zu staerken. Und das war SO STARK!! wir haben dazu in unserer Kapelle im Kreis gesessen und einer hat angefangen, dem anderen die Fuesse zu waschen. Danach hat der andere seinem Nachbarn die Fuesse gewaschen. So hat jeder seine Fuesse gewaschen bekommen und jeder hat einem anderen die Fuesse gewaschen. Ich war am Anfang nicht so begeistert von der Idee, aber es war grossartig. Grossartig, grossartig, grossartig. so viele waren in dem moment zu Traenen geruehrt und die Geste war stark. Ein Mann hat danach gesagt: Wenn du noch nie jemandem die Fuesse gewaschen hast, dann verstehst du nicht, was diese Geste bedeutet. und das ist wirklich wahr. Das ist ein echter Moment der Hingabe und eine Geste totales Vertrauens. Man konnte die Veraenderung danach wirklich spueren und die Gemeinschaft wurde defintiv auf ganz andere Art und Weise gestaerkt und gefoerdert.

 So meine Lieben. Das war es von mir. Ein letztes Mal werde ich euch bestimmt noch schreiben, bevor ich dann wieder zurueck bin in Deutschland und euch persoenlich wiedersehe, worauf ich mich freue .

Passt auf euch auf, bleibt in der Osterfreude und macht es gut. 

 Bis ganz bald. Alles Liebe, eure Lena.

 

7.4.15 19:14, kommentieren